Project Description

Der goldne Topf

von E.T.A. Hoffmann, in einer Bühnenfassung von Jenke Nordalm

Junge Württembergische Landesbühne Esslingen

Lehrplanrelevanz
Abitur Prüfungsthema. Wirklichkeit und Fantasie, Gelingen und Scheitern einer Liebesgeschichte

Alter
ab 10. Klasse

Dauer
75 min.

Kosten
5€ pro Zuschauer*in

Kurzinhalt

Der ungeschickte Student Anselmus sitzt zwischen den Stühlen: Er hat sich in Serpentina verliebt, eine wunderschöne Schlange, die in einer fremden Sprache zu ihm spricht und die Tochter eines Salamanders ist. Zugleich macht ihm Veronika, die Tochter des Konrektors Paulmann, schöne Augen. Wird er sich für eine Welt voll magischer Kräfte, Geister und Zauberwesen oder für ein Leben bei klarem Verstand mit materieller Sicherheit entscheiden? E.T.A. Hoffmanns berühmteste romantische Märchennovelle über die Macht der Poesie wird nun mit punkigem Touch auf die Bühne gebracht.

Trailer

Regie Jenke Nordalm
Bühne/Kostüme Vesna Hiltmann
Musik Ulf Steinhauer
Dramaturgie Anna Gubiani
Theaterpädagogik Rita Rudenstein
Es spielen Timo Beyerling, Alessandra Bosch, Daniel Großkämper, Julian Häuser, Mira Leibold

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In E.T.A. Hoffmanns Märchen wird die spießbürgerliche Welt durch magische und fantastische Wirrungen aufgewühlt. Die Geschichte des Studenten Anselmus, der sich zwischen den verschiedenen Realitäten nicht entscheiden kann, wird in der WLB-Inszenierung medial begleitet. Musik und Videoprojektionen laden in die fantastische Welt des Archivarius Lindhorst und seiner Töchter ein. Sounds werden life auf der Bühne hergestellt und unterstützen atmosphärisch das Geschehen. Projektionen zeigen den schönen Zaubergarten, aber auch die unheimliche Hexenwelt der Rauerin. Die Bühne ist einfach und klar gehalten und ermöglicht es somit, die mediale Wirkung zu entfachen. Die Kostüme der Figuren aus der bürgerlichen Welt sind aus der heutigen Zeit mit dem Einsatz einiger Biedermeier-Elemente. Die Figuren aus dem Zaubergarten sind eher schrill, jeweils mit einer besonderen charakteristischen Körperlichkeit verdeutlicht. Ein visuelles Highlight sind die furchteinflößenden Grimassen-Masken, die schräg auf den Köpfen der Schauspieler sitzen und das Bild der Rauerin oder des Apfelweibes verzerren und schrecklich machen. Die Schauspieler führen die Zuschauer durch das Stück, oft chorisch, auf der Bühne oder im Zuschauerraum, so wird jeder in die poetische Realität mitgenommen. Für sie wird sich Anselmus letzlich auch entscheiden. Die Bühnenfassung ermöglicht, genauso wie das Original, eine Distanz zum Geschehen zu erleben. Durch erzählerische Passagen, die sich direkt an die Zuschauer wenden, können sie in die beschriebene Welt eintauchen und sich in ihr verlieren.

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